Lesezeit: 3 Minuten
In der Schweiz sind die meisten Fahrten, die mit einem Auto gemacht werden, kürzer als 20 km. Dafür würde sich oft auch ein kleineres, leichteres Fahrzeug eignen. Gemäß einer Studie, die die Mobilitätsakademie des TCS im letzten Jahr in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt gemacht hat, könnten leichte elektrische Fahrzeuge, sogenannte "Light Electric Vehicles" (LEVs), 82 % der Autofahrten in der Schweiz ersetzen - und damit den Flächenverbrauch und die Treibhausgasemissionen drastisch verringern. 29 Prozent aller Haushalte in der Schweiz besitzen zwei oder mehr Autos, hier ergibt sich ein Substitutionspotenzial von Autos durch leichte elektrische Fahrzeuge.
Elektroleichtfahrzeuge, vor allem, wenn sie geteilt werden, haben großes Potenzial. Einerseits durch ihre hohe Effizienz aufgrund des geringen Gewichts im rollenden Verkehr, andererseits auch durch ihre geringe Größe im ruhenden Verkehr: Durch eine vermehrte Nutzung von kleinen Fahrzeugen können Parkierungsflächen eingespart und für andere Zwecke genutzt werden, zum Beispiel für ein gut ausgebautes Velowegnetz oder für mehr Begegnungsraum in den Innenstädten.
Um die "Light Electric Vehicles" bekannter zu machen, deren Akzeptanz zu fördern und der Bevölkerung die Möglichkeit zu bieten, verschiedene LEVs zu testen, lanciert die Mobilitätsakademie des TCS mit Unterstützung von EnergieSchweiz Anfang Mai das Projekt SHMOB.UP - Shared Mobility Pop-up Hubs. An zwei Standorten - in Bern und Meyrin - können zwischen Mai und Oktober verschiedene LEVs gemietet und getestet werden. Die Flotte besteht aus verschiedenen elektrischen Cargobike-Modellen, eRollern, eMicrocars, eMicrotrucks und dreirädrigen leichten Motorfahrzeugen.
Die Fahrzeuge können direkt über die App von "carvelo" reserviert und gebucht werden. Die Nutzung eines Fahrzeugs aus der SHMOB.UP-Flotte kostet, zusätzlich zur Grundgebühr von CHF 5, für die eCargobikes, den eRoller und das dreirädrige Kleinmotorrad CHF 4,50 pro Stunde, für das eMicrocar und den eMicrotruck CHF 7 pro Stunde.
Das Projekt SHMOB.UP wird unterstützt vom Bundesamt für Energie mit seinem Programm EnergieSchweiz, Standortpartner sind die Geschäftsstelle der TCS Sektion Bern und Meyrinroule, Fahrzeugpartner sind die Robert Aebi Landtechnik AG, Etrix AG und KYBURZ Switzerland AG.
www.shmobup.ch
Pressekontakt:
Ivo Brügger
Projektleiter SHMOB.UP
Mobilitätsakademie des TCS
ivo.bruegger@tcs.ch
+41 58 827 34 10
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber. Bildrechte: Mobilitätsakademie / Académie de la mobilité / Accademia della mobilità
Die Mobilitätsakademie AG ist eine Tochtergesellschaft des Touring Club Schweiz. Als Think- und Do-Tank für Neue Mobilität ergründet sie seit 2008 die Transformationspfade des Schweizer Verkehrssektors.
Sie erforscht, erarbeitet und erprobt nachhaltige Planungskonzepte und Geschäftsmodelle für eine zukunftsfähige Mobilität. Seit 2012 führt sie die Geschäftsstelle des von ihr initiierten Verbandes Swiss eMobility und seit 2015 betreibt sie mit carvelo2go die weltweit erste Sharing-Plattform für elektrische Lastenräder. Im September organisiert sie jährlich die Schweizer Mobilitätsarena, den Branchentreffpunkt für Verkehrsschaffende.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.
Quelle: Mobilitätsakademie AG, Pressemitteilung
Originalartikel publiziert auf: SHMOB.UP - Shared Mobility Pop-up Hubs - elektrische Leichtfahrzeuge testen in Bern und Meyrin