Lesezeit: 3 Minuten
Mit dem demografischen Wandel steigt die Zahl der hochaltrigen Menschen und damit auch der Bedarf an faktenbasierter Information zu Themen wie Gesundheit, Digitalisierung oder gesellschaftlichem Wandel, erklärt Eveline Widmer-Schlumpf, Stiftungsratspräsidentin von Pro Senectute Schweiz. Die Gefäße der SRG zahlen maßgeblich auf diesen Bedarf ein und sind daher für ältere Menschen unverzichtbar. Sie geben ihnen eine Stimme und vermitteln zwischen den Generationen, was in Zeiten einer zunehmenden medialen Polarisierung zwischen Alt und Jung wichtig ist. Für Pro Senectute ist daher klar: Ein Service public, der alle erreicht, ist keine Selbstverständlichkeit - sondern ein Wert, den es zu schützen gilt. Aus diesem Grund engagiert sich Pro Senectute gegen die Halbierungsinitiative.
Informationsgerechtigkeit sicherstellen
Laut der Studie Digital Seniors 2025 von Pro Senectute Schweiz sind 11 Prozent der Menschen im Pensionsalter offline. Viele hochaltrige Menschen verfügen nur über geringe digitale Kompetenzen. Für diese Personen sind und bleiben Radio und Fernsehen zentral für die Informationsbeschaffung. Eine drastische Kürzung der finanziellen Unterstützung würde die Informationsversorgung vieler Seniorinnen und Senioren gefährden. "Die Informationsvermittlung über die SRG-Kanäle garantiert, dass alle Generationen unabhängig von Alter, Einkommen oder technischer Affinität Zugang zu qualitativ hochwertigen Informationen haben", so Widmer-Schlumpf. Im Unterschied zur SRG orientieren sich rein kommerzielle Anbieter primär an Reichweite und Zielgruppenattraktivität. Ältere Menschen gehören dabei nicht zur Kernzielgruppe - ihre Informationsbedürfnisse würden vernachlässigt. "Ein starker Service public bleibt unverzichtbar, um Informationsgerechtigkeit in einer alternden Gesellschaft sicherzustellen", betont Widmer-Schlumpf.
Lokale Verankerung und kulturelle Vielfalt stärken
Gerade für ältere Menschen ist eine lokale Verankerung der Berichterstattung wichtig, damit sie sich mit ihrer Region verbunden zu fühlen. "Eine massive Budgetkürzung der SRG würde lokale Programme und verbindende Formate in den Bereichen Kultur, Bildung und Gesundheit besonders hart treffen", sagt Widmer-Schlumpf. Darüber hinaus stellt die SRG sicher, dass Informationen niederschwellig und über Radio, Fernsehen sowie online für alle zugänglich sind. Aus diesem Grund begrüßt Pro Senectute auch den jüngsten Entscheid der SRG, ihre Radioprogramme wieder über UKW zu verbreiten.
Pressekontakt:
Pro Senectute Schweiz, Peter Burri Follath, Leiter Kommunikation Telefon +41 44 283 89 43, medien@prosenectute.ch
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber. Bildrechte: Pro Senectute Schweiz / Fotograf: Sarahí Salazar-Kummer
Pro Senectute gestaltet gesellschaftliche Entwicklungen vorausschauend mit, damit die Solidarität zwischen den Generationen auch in Zukunft erhalten bleibt.
Wir sind die größte und bedeutendste Dienstleistungsorganisation für ältere Menschen und ihre Angehörigen in der Schweiz. Mit 24 kantonalen und interkantonalen Pro Senectute Organisationen sind wir schweizweit präsent.
Als erste Anlaufstelle für Altersfragen decken wir wichtige Bedürfnisse von älteren Menschen und deren Angehörigen ab.
Wir setzen uns dafür ein, dass die Menschen in der Schweiz bis ins höchste Alter als mitgestaltende und wertgeschätzte Mitglieder unserer Gesellschaft leben können.
Zusammen mit den Pro Senectute Organisationen, den vielen Freiwilligen, Spendern und Partnern bilden wir eine starke Gemeinschaft. Miteinander bieten wir Dienstleistungen an, die den Alltag älterer Menschen bereichern sowie Angehörige und Bezugspersonen unterstützen. Das macht uns gemeinsam stärker.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.
Quelle: Pro Senectute, Pressemitteilung
Originalartikel publiziert auf: Pro Senectute ist gegen die Halbierungsinitiative