«Die EU-Verordnung zum Schutz von Hunden und Katzen ist ein historischer Meilenstein, auf den VIER PFOTEN fast zwanzig Jahre lang hingearbeitet hat. Die Maßnahmen dieses Gesetzes werden den illegalen Handel mit Hunden und Katzen in der Europäischen Union immens erschweren und die Rückverfolgbarkeit der Tiere gewährleisten. Wir begrüßen den Mut, die Beharrlichkeit und das Engagement der Europäischen Kommission, der Abgeordneten des Europäischen Parlaments und der Delegationen der Mitgliedstaaten, die sich für die Tiere stark gemacht haben. Dies ist ein großartiger Schritt für mehr Tierschutz in Europa», sagt Lauretta Eckhardt, Policy Managerin von VIER PFOTEN Schweiz.
Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für mehr Tierschutz
Die EU- Gesetzgeber haben mit der Einführung der verpflichtenden Kennzeichnung und Registrierung aller gehaltenen Hunde und Katzen einen wichtigen Meilenstein erreicht. Dieses umfassende Rückverfolgbarkeitssystem macht es für illegale Züchterinnen und Züchter sowie für Verkäuferinnen und Verkäufer fast unmöglich, anonym ihrem perfiden Geschäft nachzugehen und erleichtert es zudem, entlaufene Tiere schnell wieder mit ihren Haltenden zusammenzubringen. Die Schweiz hat bereits seit Jahren eine erfolgreiche Chip- und Registrierungspflicht für Hunde. Um den Tierschutz nachhaltig zu stärken, wäre auch eine vergleichbare, flächendeckende und verpflichtende Regelung für Katzen notwendig.
Verifizierung der Registrierung von Hunden und Katzen im Online-Handel
Die EU-Institutionen aus Rat, Kommission und Parlament haben sich für die Regulierung des Online-Handels stark gemacht und unterstützen ein obligatorisches Registrierungs- und Verifizierungssystem. Künftig wird im Online-Handel die Registrierung der Hunde und Katzen verifiziert, noch bevor eine Verkaufsanzeige veröffentlicht wird. So wird sichergestellt, dass niemand mehr anonym online inserieren darf und nur registrierte Hunde und Katzen angeboten werden können. Derzeit stammen laut einem aktuellen VIER PFOTEN Report 79 Prozent aller Hunde aus unbekannten Quellen, da bisher keine lückenlose Rückverfolgbarkeit möglich war. Diese neue Vorabprüfung wird den Online-Handel mit Heimtieren deutlich reduzieren und den illegalen Handel eindämmen. Auch hier wäre eine entsprechende Regulierung in der Schweiz ein wichtiger Schritt, um den Online-Handel sicherer zu machen und den illegalen Handel effektiv einzudämmen.
Höhere Tierschutzstandards für alle Züchterinnen und Züchter
Die Einführung von Mindestanforderungen an den Tierschutz für alle Züchterinnen und Züchter ist ein wichtiger Schritt hin zu einer strengeren Regulierung der Zucht von Hunden und Katzen. Die neuen Standards – die beispielsweise eine artgerechte Ernährung, tierärztliche Versorgung und Schutz vor Misshandlung umfassen – gelten für alle Züchterinnen und Züchter gleichermaßen. Das gewährleistet bessere Bedingungen für Tiere in einer lange vernachlässigten, millionenschweren Branche. Die Mindestanforderungen tragen dazu bei, unregulierten Hinterhofzuchten und Tierquälerei in Vermehrerstationen Einhalt zu gebieten.
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