«Der Nationalrat muss den Irrweg, welchen der Ständerat vorgespurt hat, unbedingt verlassen», sagt VCS-Co-Präsidentin Jelena Filipovic. «Die Schweiz braucht jetzt Investitionen in erneuerbare Energien, Effizienz und ein intelligentes Energiesystem und keine neuen Atomkraftwerke – gebaut aus Irrglauben, finanziert auf Kredit, betrieben mit Risiko.»
Gerade mit Blick auf die ökologische Verkehrswende ist der Entscheid von großer Bedeutung. Der VCS setzt sich für eine klimafreundliche Mobilität ein, welche weder auf fossile Treibstoffe noch auf Atomstrom angewiesen ist. Dort, wo der Verkehr nicht reduziert, effizienter organisiert und konsequent auf umweltfreundliche Verkehrsmittel verlagert werden kann, ist die Elektrifizierung der Fahrzeuge ein Hebel. Dazu braucht es aber verlässlichen Strom aus erneuerbaren Quellen, kombiniert mit Energieeffizienz und einem umfassenden Netzausbau.
Energiewende und Verkehrswende gehen Hand in Hand.
«Wer heute das AKW-Verbot aufhebt, setzt auf eine Technologie, die gestern schon zu teuer war und morgen zu spät kommt. Damit wird genau das verhindert, was die Energiewende dringend braucht: Planungssicherheit», so Filipovic weiter.
Es ist davon auszugehen, dass neue AKW frühestens ab 2050 zur Versorgung beitragen könnten. Bis zu diesem Zeitpunkt muss aber der Verkehr längst elektrifiziert und reduziert sein, wie es die Bevölkerung mit Klimaschutzgesetz beschlossen hat.
Für weitere Auskünfte stehen zur Verfügung:
- Jelena Filipovic, Co-Präsidentin VCS Schweiz, +41 79 289 06 41
- Michael Töngi, Mitglied Zentralvorstand und Nationalrat Grüne/LU, +41 79 205 97 65
- Medienstelle VCS, +41 79 708 05 36, medien@verkehrsclub.ch
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