MSD-Krebsbarometer 2026 feiert 5 Jahre und zeigt: Klare Haltung der deutschen Bevölkerung: Krebsprävention ist ein Muss

11.05.2026 | von MSD Merck Sharp & Dohme AG

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11.05.2026, Berlin / München - Das Forschungsinstitut gfs.bern hat im Auftrag von MSD Deutschland (MSD Merck Sharp & Dohme AG) bereits zum 5. Mal in Folge eine repräsentative Umfrage zur Qualität der Krebsversorgung in Deutschland durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen eine sehr klare Haltung der Bevölkerung: zwei Drittel der Befragten wünschen höhere Investitionen in die Prävention. Ebenfalls spricht sich eine deutliche Mehrheit für einen fairen Zugang zur Krebsprävention aus - unabhängig von Einkommen und Wohnort. Bei der Prävention soll die Bundesregierung stärker in die Pflicht genommen werden als bisher. Zum Beispiel findet eine nationale Koordination der Krebsbekämpfung breite Unterstützung und soll Effizienz und Qualität steigern.


Früherkennung und Prävention bleiben auch in der Jubiläumsausgabe des Krebsbarometers für die Mehrheit der Befragten sehr wichtig. Trotz dieser hohen Zustimmung werden einige Maßnahmen, wie die HPV-Impfung oder vorsorgliche Lungenkrebs-Untersuchungen, nach wie vor selten wahrgenommen und genutzt, sagt Lukas Golder, Co-Leiter des Forschungsinstituts gfs.bern. Wenn man den Gebärmutterhalsabstrich oder die Mammografie mit dem PSA-Test beim Prostatakarzinom vergleicht, nehmen die Frauen die Krebsvorsorge deutlich ernster als die Männer.

Deutschland investiert wenig in Prävention - klare Mehrheit fordert mehr.

Eine der zentralen Erkenntnisse der 5. Welle des MSD-Krebsbarometers ist das klare Bekenntnis der Befragten zu mehr Investitionen in die Prävention. In Deutschland wurde im Jahr 2022 ungefähr 0.99 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in die Prävention investiert. Im Vergleich zu den Nachbarländern investiert Deutschland gemessen am BIP relativ wenig (Schweiz: 0.48 %, Österreich: 0.83 %, Italien: 0.54 %). Auf die Frage hin, ob Deutschland in Zukunft mehr, gleichviel oder weniger Geld in die Prävention investieren soll, ist die Haltung der Befragten ebenfalls klar: zwei Drittel wollen mehr investieren, 24 % gleich viel und nur 3 % weniger.

Früherkennungsmaßnahmen: wichtig, aber zu wenig genutzt.

Im Rahmen einer repräsentativen Umfrage vom 2. bis 19. Februar 2026 wurden vom Forschungsinstitut gfs.bern im Auftrag von MSD Deutschland 1'264 Personen (ab 18 Jahren) in ganz Deutschland telefonisch oder online befragt. Wenn es um Früherkennungsmaßnahmen (z. B. Krebsscreenings) und den möglichst frühzeitigen Therapiebeginn nach einer Krebsdiagnose geht, bewerten diese auch im Jubiläumsjahr rund neun von zehn der Befragten als 'sehr wichtig' oder 'eher wichtig'.

Während frauenspezifische Früherkennungsmaßnahmen auf breite Zustimmung treffen, fällt diese bei männerspezifischen deutlich geringer aus: So finden 91 % den Gebärmutterhalsabstrich ('Pap-Test' zur Früherkennung möglicher Veränderungen am Gebärmutterhals) 'sehr wichtig' oder 'eher wichtig', und 88 % bewerten die Mammografie (Röntgenaufnahme der Brust zur Früherkennung von Brustkrebs) entsprechend. Bei den Männern sieht es etwas anders aus: Die Selbstkontrolle für Hodenkrebs finden 76 % als 'sehr oder eher wichtig', den sogenannten 'PSA-Test' (Bluttest auf das prostataspezifische Antigen) für die Früherkennung von Prostatakrebs nur noch 65 %. Das Darmscreening, die Lungenkrebs- Früherkennung sowie die Impfung gegen HPV (humane Papillomaviren) erhalten von weiblichen und männlichen Befragten zwischen 69 % und 83 % Zustimmung.

Obwohl alle Früherkennungsmaßnahmen als 'wichtig' erachtet werden, wurden nur einige mindestens einmal tatsächlich durchgeführt: Der Gebärmutterhalsabstrich wurde von 78 % und die Mammografie von 58 % der Befragten mindestens einmal gemacht. Weniger als die Hälfte hat schon einmal eine Hautkontrolle zur Hautkrebs-Vorsorge (47 %) durchführen lassen, ein Darmscreening noch 45 %, einen PSA-Test 41 %. Nur wenige ließen sich gegen HPV impfen (18 %) oder nahmen an einer Lungenkrebs-Früherkennung teil (8 %). Die Diskrepanz zwischen der beurteilten Wichtigkeit und der Durchführung von Früherkennungsmaßnahmen bleibt also auch in der 5. Welle des Krebsbarometers bestehen.

Nationale Strategien und Koordination gefordert.

Interessant ist nun, dass - obwohl die Früherkennungsmaßnahmen nicht regelmäßig genutzt werden - die Befragten dennoch wollen, dass im Rahmen des nationalen Krebsplans finanzielle Mittel für die Krebsvorsorge gesprochen werden: zwischen 77 % und 92 % wollen die oben erwähnten Früherkennungsmaßnahmen finanziert haben. Auch die Fairness wird bei der diesjährigen Befragung groß geschrieben: 98 % der Befragten möchten einen Zugang zur Krebsprävention und -behandlung unabhängig vom Einkommen.

Ein einheitlicher Zugang zur Krebsversorgung - unabhängig von Einkommen und Wohnort - wünschen sich 97 % der Teilnehmenden. 88 % fordern eine nationale Koordination im Kampf gegen Krebs. Interessant ist zudem, dass 94 % der Befragten der Meinung sind, dass langfristige Einsparungen dank Investitionen in Krebsprävention und -früherkennung erzielt werden können. Grundsätzlich sind 84 % der Überzeugung, dass eine nationale Koordination in der Krebsbekämpfung mehr Effizienz und Qualität bringt. In diesem Zusammenhang sind 73 % der Befragten überzeugt, dass der Bund bei der Krebsbekämpfung die Führungsrolle übernehmen sollte. Hingegen zeigt sich bei der Frage, ob der Bund, die Bundesländer oder beide gleichermaßen die Verantwortung für die Krebsvorsorge (Prävention und Früherkennung) tragen sollen, dass 54 % beide als gleich verantwortlich betrachten, 35 % den Bund und nur 7 % die Bundesländer in der Pflicht sehen.

Wenn man bedenkt, dass aktuell aufgrund des föderalistischen Systems in Deutschland die einzelnen Bundesländer die Hoheit über ihre Gesundheitsversorgung haben, zeigen diese Resultate einen Trend in die andere Richtung. Zitat Lukas Golder, gfs.bern.

Fünf- Jahres-Analyse des Krebsversorgungsbarometer.

Seit der ersten Erhebung im 2021 zeigt der Monitor ein stabiles Bild: Die Bevölkerung bewertet die medizinische Kernversorgung - Krankenhausbehandlung, Therapie, ärztliche Betreuung - durchgehend positiv, mit zuletzt sogar leicht steigenden Werten. Die pandemiebedingten Schwierigkeiten der Versorgung haben sich normalisiert. Bei persönlich Betroffenen liegt die Zufriedenheit mit Krankenhausversorgung und Therapiezugang bei über 90 Prozent.

Gleichzeitig offenbart der Fünfjahresvergleich hartnäckige Schwachstellen: Nachversorgung zuhause, psychologische Unterstützung und die Begleitung pflegender Angehöriger werden seit 2021 schlechter als andere Elemente der Versorgung bewertet und haben sich zuletzt teilweise weiter verschlechtert. In der Nachbetreuung wünschen sich klare Mehrheiten Zugang zu Beratung für Angehörige, ein Recht auf psychologische Nachbetreuung und staatliche Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg.

Ebenso konstant ist die Schere zwischen Einstellung und Verhalten bei der Prävention: Große Mehrheiten erachten Krebsfrüherkennung als sehr wichtig, doch die tatsächliche Inanspruchnahme vieler Angebote - etwa Lungenkrebs-Screening, HPV-Impfung oder Darmscreening - bleibt tief. Im internationalen Vergleich investiert Deutschland auch verglichen am BIP wenig in Prävention. Die Bevölkerung fordert mehr Investitionen in die Prävention.

Neu in der Befragung 2026 zeigt sich, dass der Wunsch nach nationaler Koordination größer geworden ist: Der Bund soll gemeinsam mit den Bundesländern Verantwortung übernehmen. Personen sollten nicht aufgrund vom Einkommen oder dem Wohnort Zugang zu Früherkennungs- und Präventionsmaßnahmen erhalten. Die Bevölkerung wünscht, dass dies national geregelt ist - fair und gleich für alle.

Quelle

MSD Krebsversorgungsmonitor 2026: Klare Haltung der Bevölkerung: Prävention ist ein Muss. Nationale Lösungen und klare Strategien erhalten große Unterstützung. gfs.bern.

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Quelle: MSD Merck Sharp & Dohme AG, Pressemitteilung

Originalartikel publiziert auf: MSD-Krebsbarometer 2026 feiert 5 Jahre und zeigt: Klare Haltung der Schweizer Bevölkerung: Krebsprävention ist ein Muss