Labortarife: Kostendämpfung braucht verlässliche Rahmenbedingungen

15.06.2026 | von H+ Die Spitäler der Schweiz

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H+ Die Spitäler der Schweiz


15.06.2026, Bern - H+ Ihre Spitäler nimmt die vom Bundesamt für Gesundheit beschlossenen Anpassungen der Laboranalysen-Tarife mit Sorge zur Kenntnis.


Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat heute Anpassungen der Krankenpflege- Leistungsverordnung beschlossen. Ab dem 1. Juli 2026 werden unter anderem die Tarife von Laboranalysen gesenkt. Gemäß BAG sollen dadurch Einsparungen von rund 85 Millionen Franken pro Jahr erzielt werden.

H+ unterstützt grundsätzlich Kostendämpfungsmaßnahmen im Gesundheitswesen. Voraussetzung ist jedoch, dass diese ausgewogen ausgestaltet werden und die Versorgungssicherheit nicht beeinträchtigen. Dass das BAG nun jedoch zusätzlich die Tarife der zehn umsatzstärksten Analysepositionen senkt, erscheint angesichts der laufenden Revision der Analysenliste willkürlich.

Aus Sicht von H+ müssen Tarifentscheide auf nachvollziehbaren Grundlagen beruhen und in die laufenden Revisionsarbeiten eingebettet werden. Pauschale Kürzungen bei zentralen Laboranalysen belasten insbesondere den ambulanten Bereich zusätzlich, der bereits heute unter erheblichem wirtschaftlichem Druck steht. Zusätzliche Tarifkürzungen schränken den Handlungsspielraum der Leistungserbringer weiter ein und erschweren die notwendige Transformation des Gesundheitswesens hin zu mehr ambulanten und vernetzten Versorgungsformen. Tarifanpassungen müssen sich langfristig an den tatsächlichen Kosten und den Anforderungen einer qualitativ hochstehenden Patientenversorgung orientieren.

Für H+ bleibt zentral, dass Kostendämpfungsmaßnahmen nicht isoliert betrachtet werden. Die langfristige Stabilität der Gesundheitsversorgung setzt voraus, dass die erbrachten Leistungen sachgerecht und kostendeckend abgegolten werden. Nur so können Spitäler und Kliniken ihren Versorgungsauftrag auch künftig zuverlässig erfüllen.

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Quelle: H+ Die Spitäler der Schweiz, Pressemitteilung

Originalartikel publiziert auf: Labortarife: Kostendämpfung braucht verlässliche Rahmenbedingungen