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Eine aktuelle Auswertung der AXA-ARAG zeigt, dass beim Thema Wohnen mit den Rechtsgebieten Mietrecht, Nachbarrecht, Baurecht, Vertrags- und Persönlichkeitsrecht mit rund 46 Prozent die meisten Rechtsfälle anfallen. Häufig geht es dabei um Konflikte bei Mietverhältnissen, etwa bei Mietzinsanpassungen. Aber auch Nachbarschaftsstreitigkeiten und Baueinsprachen fallen in diese Kategorie und sorgen immer wieder für Rechtsstreitigkeiten. Mit 18,5 Prozent kommt es auch vermehrt zu Rechtsfällen im Bereich Mobilität: 'Dabei handelt es sich häufig um Konflikte im Zusammenhang mit Verkehrsunfällen, Bussen und Problemen beim Kauf von Occasionsautos', weiß der AXA-ARAG Rechtsexperte Lukas Hirt. Auch rund ums Arbeitsrecht kommt es mit einem Anteil von 17 Prozent häufig zu Unstimmigkeiten. Hierbei geht es zum Beispiel um Kündigungen oder um die Anfechtung schlechter Arbeitszeugnisse. Bei den verbleibenden Fällen handelt es sich meist um gesundheits- oder familienrechtliche Themen.
Weniger, aber komplexere Rechtsfälle ab 50 Jahren Schaut man sich das Alter der Klägerinnen und Kläger an, sieht man, dass Personen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren und zwischen 30 und 39 Jahren am häufigsten eine Rechtsberatung in Anspruch nehmen (je 32 %). Auf dem zweiten Platz liegen Personen im mittleren Alter zwischen 40 und 49 (29 %). Doch sind junge Personen wirklich streitlustiger? Rechtsexperte Lukas Hirt ordnet ein: 'Jüngere Menschen leben öfters in Mietwohnungen oder fahren Occasionsautos und sind deswegen häufiger in Konflikte, zum Beispiel mietrechtlicher Natur, verwickelt.' Bei Versicherten im Alter ab 50 Jahren nehmen die Fälle in der Anzahl zwar etwas ab, sind jedoch mit höheren Kosten verbunden, da in dieser Lebensphase meist höhere Streitwerte vorliegen und die rechtlichen Fragestellungen komplexer werden.
Weniger Streit im Tessin Am häufigsten geraten sich Versicherte in der Westschweiz wegen rechtlicher Themen in die Haare. Dort verzeichnet die AXA-ARAG vergangenes Jahr mit einer Frequenz rund 29 Prozent die meisten Rechtsfälle. Auch in Zürich gibt es mit einer Frequenz von 27 Prozent vergleichsweise viele Rechtsstreitigkeiten. Den dritten Platz belegt die Region Ostschweiz, die mit einer Frequenz von rund 24 Prozent kurz vor Bern (21 %) liegt. Etwas weniger gestritten wird mit nur 18 Prozent im Tessin. 'Die Vermutung liegt nahe, dass es in Regionen mit einer hohen Bevölkerungsdichte, wo es beispielsweise viele Bauprojekte gibt, zu mehr Streitigkeiten kommt als in weniger dicht besiedelten Gebieten', sagt Rechtsexperte Lukas Hirt.
Konflikte vor den Ferien bereinigen Auffallend ist, dass die AXA-ARAG im Juni etwa 1000 Rechtsfälle mehr verzeichnet als in den restlichen Monaten. Auch vor Jahresende nehmen die Rechtsstreitigkeiten um etwa 1000 Fälle zu. 'Ein Grund dafür könnte etwa sein, dass Versicherungsnehmer allfällige Konflikte oder Probleme noch vor den Sommerferien oder vor Ende Jahr bereinigen wollen', meint Rechtsexperte Lukas Hirt.
Ob man sich mit rechtlichen Fragen konfrontiert sieht oder in einen Konflikt mit dem Vermieter, den Nachbarn oder dem Arbeitgeber geraten ist – es lohnt sich, sich frühzeitig rechtlich abzusichern, damit man im Fall der Fälle gut beraten ist.
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Quelle: AXA Versicherungen AG, Pressemitteilung
Originalartikel publiziert auf: Auswertung der AXA-ARAG zeigt: Beim Wohnen gibt es die meisten Rechtsstreitigkeiten